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Silvan Dillier

Kopf des Monats November 2014

In der November 2014 Ausgabe des Strichpunkt stellen wir Ihnen Silvan Dillier aus Ehrendingen vor. Er ist in Schneisingen aufgewachsen und zur Schule gegangen. Über den Veloclub Alperose Schneisingen kam er zum Radsport.

Nach einer sehr erfolgreichen Juniorenzeit ist er seit 2014 Profi. Höhepunkte seiner zahlreichen Erfolge waren der Sieg an den Sixday-Nights 2013 in Zürich, der zweite Platz beim GP Kanton Aargau 2014 in Gippingen und zuletzt im September der Weltmeistertitel mit dem BMC Racing Team im Mannschaftszeitfahren. Für Hobbys fehlt zwar sehr oft die Zeit, aber im Winter steht Silvan Dillier gerne auf dem Snowboard und im Sommer wandert er gerne.

Wie bist du zum Radsport gekommen?
Ich nahm jährlich am «Eierlesen» des VC Alperose Schneisingen teil, bis ich dann 2003 mit dem alten Tour de Suisse-Velo meines Vaters an einem Probetraining des Velo-Clubs teilnahm. Danach war es der heutige Wisliker Gemeindeammann Heiri Rohner, der mich an das erste Rennen, einen Querwettkampf in Schwarzhäusern, begleitet hat.

Seit wann bist du Profi und wie sieht ein typischer Tag eines Radprofis aus?
Profi bin ich erst seit diesem Jahr. Vorher fuhr ich in Frankreich und Österreich in kleineren Teams, anschliessend für das Team EKZ, bevor ich zum BMC Developement Team wechselte. Auf dieses Jahr hin habe ich dann den Sprung ins Profiteam von BMC geschafft. Ein Trainingstag sieht nicht viel anders aus als vorher, zumindest nicht vom Zeitaufwand her. Ich trainiere rund 3,5 Stunden pro Tag auf dem Velo, es können aber auch mal bis zu 6 Stunden sein. Hauptsächlich hat sich jedoch die Struktur des Trainings verändert, seit ich Profi bin.

Du hast schon zahlreiche Erfolge erzielt (www.silvandillier.ch), auf der Bahn wie auch auf der Strasse, was ist dein bevorzugter Belag?
Die Bahn war für mich immer ein Ausgleich zur Strasse, allerdings konnte ich die Erfolge auf der Bahn fast einfacher erringen. Für die Zukunft hat die Strasse jedoch Priorität.

Die erste Saison als Profi auf der Strasse ist vorbei, wie sieht dein Fazit aus?
Ich bin ohne grosse Erwartungen in diese erste Saison gestartet, konnte aber sehr schnell das Vertrauen des Teams gewinnen und an grossen Klassikern wie der Flandern Rundfahrt oder Paris-Roubaix starten, ebenso an der Tour de Suisse. Die Erwartungen des Teams habe ich sicherlich erfüllen und teilweise übertreffen können. Der Weltmeistertitel im Teamzeitfahren machte aus der ersten, schon fast eine perfekte Saison. Dies ist auch Fabian Cancellara aufgefallen, der mir für meine erste Saison gratuliert hat, er meinte, er hätte in meinem ersten Profijahr noch nicht solch gute Resultate von mir erwartet.

Wirst du auch 2014/2015 wieder Bahnrennen bestreiten?
Ich starte wieder am Radrennen Gent– Wevelgem in Belgien und natürlich in Zürich sowie an einem Weltcup mit dem Schweizer Bahn-Vierer in Mexiko. Fernziel mit dem Bahn-Vierer ist die Olympiade 2016 in Rio.

An den Sixday-Nights in Zürich bis du Titelverteidiger. Fährst du wieder auf Sieg?
Natürlich ist dies das Ziel. Ich fahre vorher noch in Gent, sozusagen als Vorbereitung und um den Rhythmus zu finden. Bahnrennen sind immer speziell, besonders in Zürich, das Rennen hat eine lange Tradition und es ist mein Heimrennen.

Wie kommt man bei einem Sechstagerennen zu einem Partner?
Letztes Jahr fuhr ich mit Iljo Keisse. Dieses Jahr fahre ich mit Leif Lampater, einem sehr erfahrenen und erfolgreichen Sechstagefahrer aus Deutschland. Wer mit wem fährt, hängt von den Fahrern selber, den Sponsoren und vom Veranstalter ab. Da wird verhandelt, das letzte Wort hat aber der Veranstalter.

Wir danken Silvan Dillier für das Interview und wünschen ihm für die Zukunft und besonders für die bevorstehenden Sixday-Nights weiterhin viel Erfolg.

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